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Schulprogramm der Freiherr-vom-Stein-Schule |
Stand:7.9.05 |
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Schulprogramm Fertig und endgültig kann ein Schulprogramm niemals sein, aber wir arbeiten dran, eigentlich an jedem Tag - auch wenn wir es gerade nicht aufschreiben....
1. Entwurf zum Thema: Soziales Lernen Beim sozialen Lernen muss es darum gehen, die Balance zwischen zwei Prinzipien herzustellen. Einerseits sollen alle Grundschulkinder selbständiger und in zunehmendem Maße mündig werden. Andererseits sollen sie auch lernen, immer stärker Verantwortung für die Schulgemeinschaft zu übernehmen. Rechte und Pflichten bedingen einander. "Das Zusammenleben in der Schule muss gelernt und geübt werden. Dazu gehört, sich anderen Schülerinnen und Schülern gegenüber situationsangemessen, hilfsbereit und rücksichtsvoll zu verhalten, eigene Wünsche zurückzustellen, mit Rückmeldungen zu Lernergebnissen angemessen umzugehen, sich an Ordnungsformen zu halten, Regeln der Zusammenarbeit zu beachten, aber auch sich selbst zu behaupten und eigene Standpunkte zu vertreten. Die Schule sorgt für ein positives soziales Klima..." Grundlage sind "Regeln, die mit der Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen sowie der Achtung der religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen Anderer einhergehen." (Grundsatzerlass "Die Arbeit in der Grundschule" vom3.2.2004) Alle an unserer Schule sollen sich wohl fühlen können, nur so ist erfolgreiches Lernen möglich. Ein bewährter Grundsatz lautet, dass sich jeder so anderen gegenüber verhalten sollte, wie er selbst behandelt werden möchte. Vertrauensvolles Miteinander, auch Höflichkeit, Freundlichkeit und vorurteilsfreies Verhalten gehören zu unseren Zielen. Demokratisches Verhalten wird u.a. dadurch geübt, dass Klassensprecherinnen und -sprecher gewählt werden, die zusammen den Schülerrat bilden. Konkrete Hilfen und Erwartungen für angemessenes Verhalten im Schulalltag sind in den "Gedanken zur Schulordnung" (s. Anlage) formuliert. In Konfliktfällen zwischen den Kindern können oft auch Kinder selbst vermitteln. "Streitschlichter" mit entsprechender Vorbereitung sind dabei sehr hilfreich. Anlage: Gedanken zur Schulordnung: Wir halten zusammen! Wir wollen, dass alle gerne zur Schule kommen. Wir sind freundlich zueinander, helfen uns und vertragen uns. Die stärkeren Kinder achten auf die schwächeren. Wir sind alle verschieden. Auch wenn jemand anders ist oder aussieht, gehört er zu uns. Spott und schlimme Wörter tun weh. Verhalten bei Konflikten: Wenn mich jemand ärgert, kann ich mich so wehren: Ich spreche mit dem anderen. Ich gehe weg, ich höre weg. Ich hole unsere Streitschlichter zur Hilfe. Ich hole einen Erwachsenen zur Hilfe. Wenn zwei sich streiten, fordern wir sie auf, den Streit zu beenden. Bei einer schlimmen Prügelei holen wir Hilfe. Unterricht und Hausaufgaben: Im Unterricht arbeiten wir mit, Gesprächsregeln werden von uns beachtet. Wir kommen pünktlich, verhalten uns höflich und freundlich zu Kindern und Erwachsenen in der Schule. Hausaufgaben erledigen wir regelmäßig und sorgfältig. In der Pause: Wir nehmen Rücksicht, vor allem auf die jüngeren und kleineren Kinder. Wir gehen ruhig und langsam nach draußen, dort dürfen wir rennen und spielen. Wir beachten die von der Hausmeisterin angebrachten Pausenschilder. Während einer Regenpause beschäftigen wir uns möglichst leise im Klassenraum oder auf dem Flur. Die Materialien der Spielzeugkisten benutzen wir rücksichtsvoll, nach dem Spiel räumen wir alle Spielsachen wieder auf. Auf dem Flur gehen wir. Beim Spielen an den Spielgeräten wechseln wir uns ab. Auf dem Ascheplatz und auf dem gekennzeichneten Platz hinter der kleinen Turnhalle dürfen wir mit Bällen spielen. Die Böschung unterhalb der Glückaufkampfbahn, das Vereinsheim der Sportfreunde Oesede und das dazugehörige Grundstück gehören nicht mehr zum erlaubten Pausen-Spielbereich. Umgehen mit Sachen, Aufräumen: Wir gehen vorsichtig mit allen Dingen um. Wir bemalen und beschmieren keine Tische und Wände. Wenn wir etwas kaputt gemacht haben, sagen wir Bescheid. Wenn wir etwas ausleihen möchten, fragen wir. Unsere Ämter führen wir sorgfältig aus. Wir räumen unsere Sachen selbst weg und helfen beim allgemeinen Aufräumen. Nach dem Unterricht wird der Klassenraum ordentlich verlassen. Wir halten die Toiletten sauber. Regelverstöße: Wenn wir uns nicht an die Regeln gehalten haben: - sollten wir uns entschuldigen oder - müssen wir unsere Gedanken dazu aufschreiben oder - dem Geschädigten eine Freude machen oder - den Schaden ersetzen, wiedergutmachen oder - können wir von schönen Veranstaltungen ausgeschlossen werden oder - müssen wir die betreffende Schulregel aufschreiben, damit wir sie uns besser merken können. Diese Regeln kennen wir und wollen wir einhalten:
------------------------------------------ ---------------------------------------------------- (Unterschrift : Schüler/in) (Unterschrift Eltern zur Kenntnisnahme)
2. Entwurf zum Thema: Leistungserziehung und Leistungsbewertung "Die Grundschule muss den Schülerinnen und Schülern erfolgreiches Lernen ermöglichen und ihre Lernfreude sowie ihre Lern- und Leistungsbereitschaft weiterentwickeln oder anregen." (Grundsatzerlass "Die Arbeit in der Grundschule" vom 3.2.2004) Deshalb ist Leistungserziehung so wichtig. Leistungserziehung Kinder sollen bestärkt werden etwas leisten zu wollen. Sie sollen Vertrauen in sich selbst entwickeln und Eigenverantwortung lernen, d.h. die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass sie selbst auf ihre Leistungen Einfluss nehmen können. Sich anstrengen, wiederholen und üben, etwas in kleinen Schritten erarbeiten, sich Mühe geben - all das gehört dazu, ehe Kinder etwas wirklich "können". Wer etwas kann, hat mit Erfolg gelernt, kann Leistungsfreude empfinden und neue Leistungsbereitschaft entwickeln. "...Ermutigung, Unterstützung und Anerkennung von Leistungen sowie ein positives Lern- und Leistungsklima..." (Grundsatzerl. s.o.) sind wichtige Vorausssetzungen. Genauso wichtig wie die Lernbereiche Lesen, Schreiben und Rechnen im Jahrgang 1 und 2 und die Fächer in den Klassen 3 und 4 ist die Entwicklung eines grundlegenden Arbeitsverhaltens. Dazu gehören Selbständigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Kooperationsfähigkeit und Mitarbeit. Leistungsentwicklung Da alle Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen zur Schule kommen, ist es sinnvoll, die persönliche Leistungsentwicklung und die individuellen Ergebnisse zu berücksichtigen. Der Vergleich der Arbeitsergebnisse innerhalb einer Lerngruppe darf nicht im Vordergrund stehen, er ist nur ein Aspekt, aber auf keinen Fall der wichtigste. Ein allzu frühes und zu starkes Vergleichen mit anderen ist für eine gute Leistungsentwicklung hinderlich. Deshalb halten wir uns seit Jahren per Gesamtkonferenzbeschluss an den Grundsatz: Kein Notenspiegel unter Klassenarbeiten
3. Entwurf zum Thema: Differenzierung und Förderung Jedes Kind hat Anspruch auf individuelle Förderung. Die Bildungsvoraussetzungen unserer Schüler/innen sind unterschiedlich und machen eine Vielzahl von Maßnahmen erforderlich. Differenzieren und Fördern bedeutet, Lernschwierigkeiten oder -problemen, aber auch Auffälligkeiten im Verhaltensbereich zu begegnen oder auch besondere Anforderungen für leichter Lernende zu schaffen. Doppelbesetzungsstunden (2 Lehrer/innen je Klasse) haben sich seit Jahren bewährt, um effektive Förderung zu betreiben. Teamteaching, Kleingruppen- oder auch Einzelförderung ermöglichen differenzierte Zuwendung, individuelle Aufgabenstellungen, Beachtung besonderer Methoden oder den Einsatz spezieller Medien und Materialien. Auch klassen- oder sogar jahrgangsübergreifende Förderung (z.B. im Bereich der Sprache, der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten oder in Mathematik) sind zeitweise möglich. Bei einzelnen Kindern kann es sinnvoll oder sogar notwendig werden, mit außerschulischen Förder- oder Therapieeinrichtungen oder auch dem Jugendamt als Träger der sozialpädagogischen Familienhilfe zusammenzuarbeiten. Im Rahmen des Schulversuchs "Lernen unter einem Dach" arbeiten Sonderpädagogen mit uns zusammen. Die Stunden innerhalb der "sonderpädagogischen Grundversorgung" haben den Zweck, Kinder mit Problemen im Lernen, in der Sprache oder im Verhalten integrativ in der Grundschule zu fördern. Bei manchen Kindern bedeutet das, dass sie zieldifferent (d.h. nach den Rahmenrichtlinien der Förderschule) innerhalb unserer Schule unterrichtet und auch beurteilt werden. Wir versuchen, auch die Förderung von Kindern, die leicht und schnell lernen, in unserem Unterricht zu berücksichtigen. Zunächst durch innere Differenzierung, besonders im Rahmen der Doppelbesetzung. So weit es die Stundenversorgung zulässt, auch durch Angebote, die über den regulären Stundenplan hinausgehen. Als teilnehmende Schule am Schulversuch "Kooperationsverbund Hochbegabtenförderung" in Georgsmarienhütte wählen wir daher u.U. in enger Absprache mit den Eltern einige wenige Schülerinnen/ Schüler aus, die wir für geeignet halten, an besonderen klasssen-, jahrgangs- oder schulübergreifenden Förderprogrammen teilzunehmen.
4. Entwurf zum Thema: Unterrichtskonzepte, -methoden und Sozialformen Alle Kinder sollen laut Bildungsauftrag (§ 2 NSchG) Kenntnisse und Fertigkeiten dadurch erwerben, dass sie in die Lage versetzt werden, allein, aber auch gemeinsam zu lernen und Leistungen zu erzielen. Zunehmende Selbständigkeit soll dazu beitragen, Fähigkeiten auch nach der Schulzeit weiterzuentwickeln. Zur Planung und Durchführung des Unterrichts bedeutet das, dass zentral gelenkter oder Frontalunterricht im Laufe der Grundschulzeit im Umfang geringer wird. Arbeits- und Sozialformen hingegen, die mehr Selbständigkeit und gemeinsames Lernen ermöglichen, nehmen zu. Natürlich erfordert die Einführung neuer Arbeits- und Sozialformen ein behutsames Herangehen und ein sorgfältiges, wiederholtes Training. Partnerarbeit, später auch Gruppenarbeit, Stationenlernen, Tages-, später auch Wochenpläne usw. stellen hoch komplexe Anforderungen, die auch nicht von allen zum gleichen Zeitpunkt erfüllt werden können. Differenzierung auch in dieser Hinsicht ist die Konsequenz. Zusammenfassen lässt sich das Vorgehen etwa so: Lehrerzentrierter Unterricht so weit wie nötig, Selbständigkeit so weit wie möglich. Weiterhin sind als wichtige Prinzipien und Ziele in jedem Schuljahr zu nennen: Die Fähigkeit zur Arbeitsorganisation (auch von Materialien) und zum Methodenlernen muss zunehmend ausgebaut werden. Regelmäßiges Wiederholen und Üben sind unverzichtbar, Anwenden und Übertragen von Gelerntem wichtige Ansprüche. Hausaufgaben werden durch regelmäßige Kontrollen gesichtet und gewürdigt. Klassen- und jahrgangsübergreifendes Arbeiten ist möglich, wenn Projekte oder projektähnliche Vorhaben über einen oder mehrere Tage den Unterricht ergänzen. Themenbeispiele: -Lesen -Sport und Bewegung -Zusammenleben verschiedener Kulturen und Nationen -gewaltfreies Miteinander Wald- und Umwelt -Zirkus Die Berücksichtigung außerschulischer Lernorte (z.B. Stadtbücherei, Museen, Bäckerei, Feuerwehr) und das Einbeziehen von Experten (Eltern, Handwerker, Sportvereinstrainer, Künstler) können den Unterricht bereichern, anschaulich machen und vertiefen. Konkret bedeutet dies: für die Klassen 1 und 2: - spielerisches Lernen als eine wichtige Lernform - zunehmende Orientierung an Lehrgangs- und anderen Anforderungen - Alleinarbeit und Partnerarbeit als bevorzugte Sozialformen, erste Erfahrungen mit Gruppenarbeit - Stationenlernen, Tages-, später auch Wochenpläne - leistungsstärkere Kinder unterstützen die schwächeren (Helfersystem) - "Lesemütter" können in Lese-Übungsphasen mitwirken - "Planmäßige" Einführung in die PC-Nutzung als Übungsinstrument (Lernprogramme) - innerhalb der sorgfältig und strukturiert angelegten Lehrgänge im Lesen, Schreiben und Rechnen sind Freiräume für Leistungsstärkere vorhanden, die selbständiges Herangehen und Erarbeiten ermöglichen
für die Klassen 3 und 4: Selbständiges und gemeinsames Lernen wird zunehmend wichtiger: - Gruppenarbeit - Wochenpläne - Handlungs- und Problemorientierung - selbständiges Erarbeiten von Unterrichtsstoff - selbständige Präsentation von Ergebnissen - Arbeitsgemeinschaften - Projektarbeit - intensivere PC-Nutzung (Textverarbeitung, emailen, Internet-Recherche)
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